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Was für ein Semester! Der Nebel, der uns aus dem verregneten Engelberg in den Köpfen noch bis nach Zürich begleitete, hatte sich kaum gelichtet als sich der rosa Vorhang bereits für den nächsten Akt öffnen sollte: Der Innerschweizer Burggraf Pfeifhofer v/o Geminus hat mit dem Beginn des Herbstsemesters das Geschick der Verbindung in seine Hände genommen, um die Aktivitas nach seinem Willen und zum Wohle der Welt zu formen.

Gemeinsam mit seinen Conchargen, dem Neoburschen und Schatzmeyster Tribelhorn v/o Objektiv, dem erfahrenen Veteranen und Kantzler Vollenweider v/o Thaifun sowie Knappenmeyster Ringeisen v/o C++ konnte er bereits jetzt eine erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen. Traditionsgemäß zelebrierte der Universitätsseelsorger Hiestand SJ v/o Mentor für uns die Messe, um uns für das folgende Semester einige Fragen mit auf den Weg zu geben, mit denen uns die Orientierung im Alltag von Uni, Poly und Linde ein wenig leichter fallen kann.

Zur offenen Vorstandssitzung in diesem Jahr lud uns der Altherrenvorstand in die Gaststätte Ziegelhütte im Zürcher Nobelviertel ein, wo nach einer ausgiebigen Diskussion der Abend noch in gemütlicher Runde ausklingen konnte.

Schon in den ersten Wochen durfte der BC vier vielversprechenden Jungakademikern das rosa-grüne Fuxenband umlegen und die hoffnungsvollen Knappen im Kreis der rosa Ritterschar begrüßen. Von Herzen wünschen wir Gross v/o Stau, auf der Maur v/o Fonte, Hidber iv/o Sporthoffnig und Marock iv/o Wendesüfer eine gute Zeit im Stall und heißen sie in der Verbindung willkommen. Von diesen leuchtenden Vorbildern beeindruckt, entschloss sich mit Raffaele Zenklusen auch ein fünfter Anwärter, dem tugendsamen Pfad in die Linde zu folgen und sich dort häuslich einzurichten. Herzlichen Glückwunsch zu dieser weisen Entscheidung!

Die Tinte auf den Protokollen war kaum getrocknet, da drängte es den im Dienst des Volkes stehenden Fuxen Mauri v/o Sold bereits vor den BC, um dort sein Unwissen über Geschichte und Geschicke der Verbindung zum Besten zu geben. Eiserne Disziplin wird schließlich auch bei uns belohnt und so befindet sich der Fux, zunächst alleine und weit fern der goldenen Türme der kleinen Kyburg, im Stand des andauernden Zweifachen.

Weil unserem Burggrafen der Gesamtverein ganz besonders am Herzen liegt, sorgt er sich mit geradezu übermenschlichem Einsatz auch um die Mittelschulverbindungen und pflegt fürsorglichen Kontakt mit deren Superiores. In diesem Geiste stattete die Aktivitas außer ihrer Patenverbindung in Wil gleich zwei Verbindungen im Heimatkanton des Burggrafen einen Besuch ab, um auch dort die Verbindungen nicht abbrechen zu lassen. Sogar bis ins ferne Wallis reisten einige Kyburger um dort mit der Sectio Brigensis deren großes Jubiläum zu feiern. Besonders der hohe Kantzler, berichtet man, sei mit leuchtenden Augen durch seinen Lieblingskanton gewandert.

Freudig blicken wir auf all das, was da noch kommen mag: Nach einem Dreifärber mit unserer Patenverbindung, der Turania Winterthur, und unseren bäuerlichen Freunden aus dem Westen bereiten wir uns Schritt für Schritt auf das Semesterhighlight vor: Am zweitletzten BC/AC wird schließlich nicht nur ein vielversprechender Nachfolger für den Burggrafen gewählt, sondern auch einem weiteren Fuxen sein Wissen um Verbindung und Verband abgenommen, damit wir mit Sold und Sinus zwei weitere Hoffnungsträger in den Salon aufnehmen können, die uns mit jugendlichem Elan und Ideen aus gänzlich fremden Kulturkreisen für die nächsten Semester an der Hand nehmen werden.

Wie jedes Jahr freuen wir uns auf den Besuch unserer Patronatsverbindung, der AV Vindelicia aus Innsbruck, die sich mit ganzen 15 Aktiven angekündigt haben und sogar noch teils ihre Damen mitbringen, um diesen nicht nur die schöne Limmatstadt, sondern – wer könnte es ihnen verdenken! – auch das beste Restaurant der Stadt und ihre tollen rosa Schweizer Freunde zeigen. Gemeinsam mit ihnen und unseren anderen Gästen aus allen Regionen der Schweiz feiern wir nun zum fünften Mal den Chlauskommers in der Linde.
Besinnlich wie eh und je stimmen wir uns damit auf die Adventszeit ein, in der wir uns mithilfe der exquisiten Beleuchtung unserer Hausnachbarn, einer erhellenden Rorate und einer rauschenden Kyburger-Weihnachtsfeier im Belvoirpark auf die heilige Weihnacht vorbereiten.

Tapfer und Treu!