Getauet haben sie, die Himmel, als sie uns zum vergangenen Wochenende ein Fest bescherten, wie es im StV seinesgleichen sucht. Mit einem Altherrenstamm läutete der Burggraf das Hochfest bereits – ganz unserer katholischen Tradition verpflichtet – am Vorabend ein und stimmte die anwesenden Sängerknaben schon mit einigen Proben auf den musikalischen Reichtum, der in Folge zu erwarten war, ein.
Doch noch bevor am Abend des Freitag das erste Silentium erklingen sollte, hieß es, die rosa Helden aus Innsbruck gebührend am Bahnhof in Empfang zu nehmen und ihnen – einmal mehr – die schöne Limmatstadt zu zeigen. Auf gänzlich neuen Wegen erkundeten sie die Stadt und waren einmal mehr überrascht, wie viel Brunnen es doch gibt.
Auch unsere Patenverbindung aus dem nahen Osten erwies uns die Ehre und reiste mit einer Delegation aus dem fernen Wil an, um an unserer Seite am Kommers zu chargieren. Gekrönt von der launigen Produktion eines ungnädigen Chlaus (dicker Mann mit weißem Bart) und unterstützt von Grußworten aus nah und fern, einem noblen Geschenk der Vindeliker sowie einer süffig-legeren Exkneipe ging der Chlauskommers in gewohnt routiniertem Rahmen – garniert mit einigen ungekannten Sitten aus habsburgerischen Landen – über die frisch polierte Bühne (jene Politur wurde gar an diesem Abend noch mit einigen organischen Zusatzstoffen optimiert). Auch in diesem Jahr fand der Anlass sein fröhliches Ende in der Taverne, wo der Graf von Rüdesheim in bekannter Manier die Stabilität des Lindenmobiliars auf die Probe stellte. Wer nun des Lindenbiers überdrüssig war, ließ den Abend noch im stilechten Ambiente eines wohlbekannten Etablissements in der Stadt ausklingen.
Den Kater noch nicht recht auskuriert, ging es vom Hochfest direkt wieder in den Alltag: Während sich die leidgeplagten Burschen noch im Schein des Affenleuchters sonnen, schreiben die emsigen Fuxen bereits die nächsten Anlässe mit Kreide an – schon in der nächsten Woche winkte mit dem Schluss-BC/AC das formaljuristische Ende der österreichischen Herrschaft über das rosafarbene Reich, weitere Anlässe führen uns in die Surselva, wo Neofuxe Monn v/o trofea uns in die Feinheiten bündnerischer Kulinarik einzuweisen versucht und, oh Wunder, auch einmal mehr in die Linde, wo mit der feierlichen Weihnachtsfeier am Vorabend „Gaudete“ das Kyburgerjahr im Lichte unserer strahlend schönen Damen ausklingen darf.

Allen Kyburgern, ihren Familien, unseren Freunden, Partnern und Unterstützern in nah und fern wünschen wir, die Aktivitas, von Herzen ein frohes, gesegnetes Fest und einen guten Start in das neue Jahr.

Tapfer und Treu!