Während die Aktivitas der Verbindung der schönsten Männer Zürichs sich in der Karwoche auf die heiligen Ostertage vorbereitet, wollen wir kurz die Verschnaufpause nutzen, um die zwischenzeitlichen Anlässe Revue passieren zu lassen.
Ein neues Jahr, ein neues Konzept: Das zentralistische Genie des Gesamtvereins ließ dieses Jahr, um unserer flammenden Begeisterung für den Schw.St.V ein wenig Rechnung zu tragen, nicht nur die Platzfuchsen, sondern alle Fuchsen der Region Nord um die Häuser der Limmatstadt ziehen, um sich an den Iden des März in farbenbrüderlich-sportlichem Wettbewerb in den unterschiedlichsten Disziplinen zu messen. So besuchten uns nicht nur die Blöcklerfreunde aus Basel, sondern auch unsere Patenverbindung aus Winterthur, um eines schönen Freitags die Linde in allen nur erdenklichen Rottönen schillern zu lassen. Des Siegens fast schon überdrüssig konnte auch unser Knappenmeyster ein winning bigly am Stamm verkünden, als er mit seinem Heldenteam einen stolzen dritten Platz erreichte. Gratulamur!
Wenn sich 1,3*10^9 Katholiken weltweit in den nächsten Tagen auf ihre Beichte vorbereiten, sind zwei unserer jüngsten Mitglieder, der Walliser Zenklusen iv/o Cosinus und der Schwyzer Schnyder iv/o Antikotz diesen einen Schritt voraus, haben sie ihre Beichte doch bereits einige Wochen hinter sich und warten frohen Mutes auf die kommende Taufe, anlässlich welcher sie ihren richtigen Vulgo erhalten werden. Über den Verlauf der Beichte wird allerhand gemunkelt – doch selbstverständlich gilt auch hier das heilige Beichtgeheimnis, das allerhöchstens am Stamm nach Ankündigung einer zünftigen Fassspende zum nächsten Chlauskommers gelüftet wird.
An der diesjährigen GV/GC, dem Hochfest der altherrlichen Verwaltungsakte, erhielten nicht nur die zahlreichen Neofuxen Gelegenheit, sich den alten Herren vorzustellen und dabei den ersten Eindruck gründlich zu versemmeln; auch die Genossenschaft versammelte sich zu einer außerordentlichen Generalversammlung, um das Ergebnis der Statutenrevision zu diskutieren und schließlich auch zu verabschieden. Die geänderten Statuten sind auf der Website abrufbar – ein Dummkopf, wer sich dieses literarische Schmankerl entgehen lässt! – und ab sofort gültig.
Die Genossenschaft sollte nicht zur Ruhe kommen, fieberte sie doch schließlich gemeinsam mit ihrem Präsidenten der diesjährigen Einladung zum Feiertag des Zürcher Zunftwesens, dem Sechseläuten, entgegen, zu welchem Kälin v/o Chellä als Repräsentant der Hauseigentümer abermals geladen war. Gemeinsam mit einer schmucken Dreierdelegation bereicherte er die Schar der Gäste unserer liebgewonnenen Zunft zur Oberstrass. Parallel zum Böögg auf dem Sechseläutenplatz wurde auch, der Tradition gemäß, ein rosa Böögg in der Rheinfelder Bierhalle ausgelotet – die Details der Geschichte, wie immer, am Stamm.
Kaum hatte sich Zürich vom alljährlichen Trubel um die Zünfte und Zünfter (bezüglich der Zünfterinnen denken die noblen Herren der Stadt durchaus ähnlich vernünftig wie wir) beruhigt, brach eine motivierte Schar um den hohen Burggrafen Tribelhorn v/o Objektiv auf nach Winterthur, um der Turania den Gegenbesuch zur Fuxenrallye abzustatten, während einige Altherren ihr wohlverdientes Feierabendbier in der Linde in vollen Zügen genossen.
Den Genüssen nicht genug, frönten am Folgetag die Fuxen gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Block – in andächtiger Manier und der Fastenzeit gemäß, versteht sich – der Völlerei und konnten zu ihrer eigenen Überraschung auch ohne Altherren, die ihnen Welt und Komment erklären, und Extralokalen, die ihnen in unverständlichem Dialekt von vermeintlichen Heldentaten früherer Tage berichten, durchaus Spaß haben, bis schließlich die gewaltige Schar Kyburgerburschen beim Blockkommers dazustieß, um der rosa Fraktion den nötigen Nachdruck zu verleihen.
Von Palmen erschlagen, von Eseln getreten und vom Weihrauch berauscht werden sich, pünktlich nach den Osterferien, die Kyburger zur gewohnten Stunde in der Linde versammeln, um der Lebensfreundschaft zu huldigen. Ob es nun daran lag, dass sie zu viel am Weihrauchfass geschnüffelt haben oder ob die Ostereier mit einschlägigen Bakterienkulturen versetzt waren: Nach landläufigen Gerüchten werden sich am letzten Tag des Monats die Mitglieder einer AV Turicia bei uns einfinden, um eine Kreuzkneipe zu feiern.
Bis dahin wünschen wir allen Kyburgern, ihren Damen und Familien, ein frohes, gesegnetes Osterfest! Tapfer und Treu!