Das Brienzer Rothorn im dichten Nebel

Veit 2025 nach Sarnen

05.12.2025 - Fabian Auf der Maur

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Im Jahre des Herrn 2025 hat der Hohe Seichleiter Knüsel v/o
Agrar zum Veit nach Sarnen gerufen. Der Start sollte in Sörenberg sein, wo ein
steiler Anstieg auf das Brienzer Rothorn wartete, dem Ziel der ersten Etappe
und dem höchsten Punkt des Kantons Luzern.
Blöchlinger v/o Kredenz sowie der Chronist sind bereits am
Dienstag-Abend nach Sörenberg gereist, wohl mit einer gewissen Ahnung
ausgestattet, dass am kommenden Tag nicht alles nach Plan verlaufen wird.
Tatsächlich sind jene, die über Luzern gefahren sind aufgrund einer
Fahrleitungsstörung in Wohlhusen gestrandet. Die Luzerner hatten immerhin das
Glück, dass die Verspätung mit einem ersten Bier erträglicher gemacht werden
konnte. Schade für jene, die bereits bei der Talstation der Rothornbahn
gewartet haben, denn dort gab es keine Beiz.
Mit etwa einer Stunde Verspätung hat die restliche Meute die
Talstation erreicht und der Hohe Seichleiter Knüsel v/o Agrar konnte den Veit
2025 offiziell starten, nicht aber, bevor er Schürch v/o Tresor als Blase für
den Veit eingesetzt hat.
Voller Tatendrang hat sich die Gruppe also aufgemacht, die
etwas über 1'000 Höhenmeter zu besteigen. Der Chronist musste aufgrund seiner
mangelnden Fitness relativ früh die Segel streichen und wieder umdrehen und
half fortan dem Trosswagenfahren Ineichen v/o Chriso. Chriso trägt übrigens den
einzigartigen und kuriosen Titel als «Urolith» (= Nierenstein), weil er
selbstgewählt in seinem Status als «Brünzler» steckengeblieben ist.
Der erste Halt der Wanderung war in der Beiz beim Eisee
gleich unterhalb des Brienzer Rothorns. Die Gruppe hat ein erhöhtes Tempo an
den Tag gelegt und den Eisee etwa 20 Minuten vor dem Zeitplan erreicht.
Auf dem Eisee hat Levy v/o Xang auch Mützen verteilen
dürfen. Grämiger v/o Graf erhielt für seinen zweiten Marsch seine blaue Mütze,
Müller v/o Brätsch für seinen ersten Marsch die weisse Tröpfler Mütze.
Nach einem männerstärkenden Bier (oder zwei) wurde die
letzte Etappe auf das Rothorn in Angriff genommen.
Bei nasskaltem Wetter und Nebel wurde auf dem Rothorn wie es
sich gehört das Ordenslied gesungen, um danach sogleich zum Apéro zu schreiten,
sowie später, nach dem Zimmerbezug und Nachtessen den Tag zu analysieren.
Für den kommenden Tag war eigentlich die Gratwanderung
(Arnihaaggen – Hochgummen – Männli) angedacht. Aber aufgrund des schlechten und
nassen Wetters wurde der Plan kurzerhand geändert. Zudem verhinderte der starke
Nebel um das Brienzer Rothorn jegliche Sicht, sodass kaum der Vordermann, der
mehr als einen Meter vorauslief, noch erkannt werden konnte. Also: runter aus
der dichten Nebelsuppe ins Tal unter die Nebeldecke.
So ging es mit der Bahn wieder runter zur Talstation, um via
Glaubenbielen und Fluonalp den Turren zu erreichen. Es zeigte sich, dass die
Wandernieren ideal auf die Alternativroute vorbereitet waren. Zemp v/o Legdi
führte uns zu Pia auf der Alp Arnischwand, gerade als es zu regnen begann.
Danach war der Mittagshalt auf der Jänzimatt, wo Vogt v/o Psalm in seiner
Jugend des Öftern mit seinem Vater Chueche war. Nachdem Mittag öffnete Petrus
aber sein Schleusen, so dass der Übergang über die Furgge zu einer wahren
Herausforderung wurde.
Wenn’s draussen hudlet, ist’s drinnen umso gemütlicher. Bei
der Fluonalp wurde eingekehrt und der Gemütlichkeit gefrönt. Da die Fluonalp
bekannt für seinen Käse ist, hat man spontanerweise ein Fondue bestellt.
Auf dem Haus Turren wurde am Abend das Essen eingenommen
sowie das Ordenskapitel verlesen. Höhepunkt bildete – wie jedes Jahr, die Rede
des Urolith Ineichen v/o Chriso «zur Lage der Nation». Da die Donnerstage
traditionell dem «Appenzeller Alpenbitter» gehören, wurde beim Wirt
entsprechendes auch bestellt. Nur war der Wirt offenbar nicht informiert
worden. Denn der Vorrat war sehr schnell aufgebraucht und man sich stattdessen
auf Eierlikör konzentriert hat (das dann aber zur Genüge).
Am nächsten Tag haben sich die Wandernieren in zwei Gruppen
geteilt. Die noch Fitten haben den Weg hoch über den Lungernseee gewählt, die
Seniorenwanderung ging dem Lungernsee entlang. Für diesen Teil haben sich auch
Bucher v/o Capo und Ineichen v/o Flum angemeldet, die an der Talstation der
Turrenbahn von Flott, A4, Public, Graf und dem Chronisten in Empfang genommen
wurden.
Ziel war die Gemeinde Kleinteil, wo in der Kapelle die Messe
gefeiert wurde. Zu diesem Zweck hat Alt-CP Meyer v/o Gschütz extra den Weg aus
Berlin unter die Füsse genommen, um für die Wandernieren die Messe halten zu
können.
Nach einem längeren Mittagessen, bei dem auch Künzle v/o
Mandel anwesend war, wurde die letzte Etappe zum Sarnersee in Angriff genommen.
Nach einer rund 30-minütigen Schifffahrt wurde Sarnen erreicht und später vom
hohen Seichleiter Agrar das Zentralfest offiziell eröffnet: «Zentralfest
incipit.»
Trotz des garstigen Wetters war es ein würdiger Veit.
Am diesjährigen Veit sind mitgelaufen: A4, Agrar, Basta,
Brätsch, Chriso mit Trosswagen, Diskus, Flott, Graf, Immun, Kaaba, Kredenz,
Legdi, Limit, Psalm, Public, Schild, Schliss, Sittich, Splitter, Trara, Tresor,
Turbo, Xang.
Verfasst von Lars Aeschbacher v/o Limit, redigiert und mit
Fotos bestückt von Erich Schibli, v/o Diskus VCP.