Diesen Dienstag folgten der Burggraf und 6 Kyburgerfuxen dem Ruf des Knappenmeysters in das Restaurant Differente für einen Früh-FC. Die frisch gebeichteten Fuxen wagten sich wieder aus ihren Höhlen, in welche sie sich spät in der Freitagnacht, nach der Beichte, zurückgezogen hatten.

Nach einer ausgiebigen Stärkung wurden die Fuxen über den Stand der Vorbereitungen für den Chlauskommers informiert. Die neuaufgenommenen Fuxen konnten sich ein Bild über den Ablauf und die Aufgaben, welche ihnen bevorstehen werden, machen.

Vergangene Woche durften wir am Dienstag unseren Blockfreunden in St. Gallen, der AV Bodania, die Blockfackel weiterreichen. Es war alles in allem ein sehr gelungener Abend, weswegen sich so mancher dazu entschloss gar in St. Gallen zu übernachten oder wenigstens mit dem Gedanken spielte. Die Stafette konnten wir zwar nicht für uns entscheiden, doch es war definitiv ein knappes Rennen. Heute werden die Aktiven sich jedenfalls an der Krambambuli-Kneipe der FHV Turania einfinden. Ich habe aus guter Quelle erfahren, dass das Krambambuli-Rezept der Turania bereits seit Generationen weitergereicht wurde und stehts weiterentwickelt wird. Daher können wir es kaum erwarten, wenn wir heute in Winterthur bei unserer Patenverbindung zu Gast sind.

Die Fuxen freuen sich bereits auf unsere Altherren und unsere Freunde, die Vindeliker. Sie können es kaum erwarten, nach dem Chlauskommers mit ihnen zu feiern.

 

Ein neues Semester hat begonnen und mit ihm die Rache des Vorarlbergs für den verwehrten Beitritt 1919: Ein Habsburgeruntertan wird Burggraf einer verehrlichen AKV Kyburger und nimmt im grossen Thron der Linde Platz.

Mit beinahe kaiserlicher Würde (des burggräflichem Titel zum Trotz) führt uns Nico Maurer v/o Sinus seit Beginn des Semesters durch die akademischen und couleurstudentischen Geschehnisse am Platz Zürich, unterstützt vom erfahrenen Schatzmeyster Wittwer v/o Goliat und dem Veteranen im Kantzleramt, Vollenweider v/o Taifun. Über den Stall wacht mit liebevoller Strenge Pfeifhofer v/o Geminus.

Gleich zu Beginn gelang es der Aktivitas, drei tapfere junge Recken für das Leben um den runden Tisch herum zu begeistern: Bereits zum Semesterbeginn konnte der Stall mit Pubanz v/o Sigma einen weiteren Walliser in seinen Reihen willkommen heissen, am nächsten BC/AC können zwei weitere Aufnahmegesuche behandelt werden, die aus den heiligen Hallen der Heureka II in die Linde gesandt wurden. Zahllose weitere, hoffnungsvolle und vielversprechende Kandidaten warten darauf, den anspruchsvollen Vorbereitungs- und Überprüfungsprozess durchlaufen zu können, um baldmöglichst ihr Beitrittsgesuch stellen zu können.

Bisher konnten wir mehrere gut besuchte und süffige Anlässe unter unserem hohen Burggrafen geniessen. Der letzte AHAH-Stamm war gut besucht, man bekam einige Gesichter zu sehen, welche uns nicht so oft am Stamm beehren und andere, welche oft den Stamm aufsuchen, mussten sich ihrem Studienerfolg widmen.

Am Urchigen Anlass konnten die Anwesenden Fondue und Bier geniessen. Ausserdem wurden wir in die geweihten Hallen der Heureka II eingeführt und konnten diese gebührend einweihen.

In diesem Semester stehen einige wichtige und spannende Anlässe bevor. Sei es das Blockturnier, an welches wir hohe Erwartungen haben. Auch wenn wir vielleicht nicht am sportlichen Teil des Blockturniers siegreich sein werden, geben wir unser Bestes an der Staffete.

Oder sei es das bevorstehende Bu-Ex, des Kronfuxen Vuadens v/o Rösti. Bei welchem es sich zeigen wird, ob sich die Führung des hohen Knappenmeysters Pfeifhofer v/o Geminus in den Letzten Semestern ausgezahlt hat, oder ob Geminus zu nett zu seinen räudigen Fuxen war.

Und zu guter Letzt, wie jedes Herbstsemester, freuen wir uns nicht nur auf zahlreiche Begegnungen mit Vertretern anderer StV-Verbindungen, sondern vor allem auch auf den Chlauskommers, wenn unsere Freunde der AV Vindelicia uns besuchen kommen und uns mit Tiroler Charme verzaubern. Der hohe Burggraf freut sich wie jedes Jahr auf den Tag, wenn er nicht mehr der einzige Österreicher an unserem schönen Stamm sein wird.

Ich schliesse mit den unsterblichen Worten des hohen Burggrafen: «Kommt mal an den Stamm».

Das Leben ist kompliziert genug – und der offizielle Festplan macht es uns vernünftigen Menschen mit seinen unnötigen Details (e.g. „Stamm AV Turicia“) nicht wirklich einfacher. Als Service für alle Kyburger bieten wir daher den vereinfachten Zentralfestführer an, der alle wesentlichen Punkte klar und deutlich markiert:

Allen Kyburgern wünschen wir ein frohes Zentralfest!

(Alle Detailfetischisten finden nähere Angaben zum Zentralfest in den Aussendungen von FK+AHP sowie hier)

Lange war es still um die rosa Ritterschar – wenigstens online vermochte man wenig von ihr lesen. Dies lag aber nicht etwa daran, dass es an berichtenswerten Stämmen oder Anlässen gefehlt hätte – im Gegenteil!

Neue Zimmer für ebenso neue Studenten in Zürich schreibt die Stiftung Studentenwohnungen AKV Kyburger zum ersten September 2019 aus! Bilder der prächtigen Räumlichkeiten, in denen standesgemäß studiert und studentisch gelebt werden kann, lassen sich – wie auch Antworten auf diverse Fragen – auf studizimmer.ch finden, weitere Anliegen werden von kontakt@studizimmer.ch geklärt!

Wie es der heiligen Tradition entspricht, wallfahrte auch in diesem Jahr eine stattliche Anzahl rosafarbener Hohepriester in die Hauptstadt Tirols, um das Hochamt couleurstudentischen Brauchtums, das Stiftungsfest unserer Freundschaftsverbindung, der AV Vindelicia nämlich, mitzuzelebrieren: Rituelle Tänze um goldene Fässer (gemeint sind nicht wir selbst), das freitagabendliche Besammeln um das Schlachtopfer (prächtig gefüllt und mit Krautsalat) und die Feier einer legendär gewordenen Freundschaft zweier Verbindungen: Ein Fest, wie es schöner nicht sein könnte.

Kurz darauf beschloss Tribelhorn v/o Objektiv sein Semester mit einer heiligen Messe im AKI und übergab mit Frei v/o Atom einem erfahrenen Staffelläufer in dieser Disziplin die Geschicke der Verbindung.

Schon in der letzten Woche, am 2. Juli, feierten wir den kometenhaften Aufstieg zweier junger Nachwuchstalente, die neben ihrem Engagement für die Verbindung auch Zeit finden, das Vaterland zu verteidigen. So durften wir mit zwei Fässern die Beförderung des hohen Verbindungsdelegierten Camenisch v/o Boum zum Oberstleutnant im Generalstab und die Beförderung unseres AH Grob v/o Derb zum Oberstleutnant feiern. Dank gebührt den edlen Spendern – und herzlichen Glückwunsch zur Beförderung!

Nur wenige Tage später war es erneut Zeit, zu gratulieren, als zum alljährlichen Kommers der Sechzigjährigen in der Linde eingeladen wurde. Mit launigen Laudationes wurden die Groß- und Untaten der anwesenden Jubilare Louis Huber v/o Pfuus, Paul Schibli v/o Sprung und Genossenschaftspräsident Richard Kälin v/o Chellä im Beisein ihrer Lieben noch einmal für die versammelte Festgemeinde zusammengefasst. Ein Salamander gereichte den Dreien zur höchsten Ehre studentischen Brauchtums. Der Anlass klang, abgerundet von einem Ausflug ans Zürichfest, gemütlich aus, wo auch die Damen von ihrem Ausflug zum Kloster Fahr noch zur Festgemeinde stießen.

Noch vor dem Zentralfest, welches dieses Jahr auf dem Gebiet der Territorialabtei St. Maurice stattfindet (Augustiner-Bier hingegen bleibt wohl aus), hat sich die Aktivitas zum Grillieren beim hohen Verbindungsdelegierten eingefunden, um im Beisein einiger erfahrener Verbindungsmitglieder Kult und Brauchtum des Komments zu studieren.

Während allgemein bekannt ist, dass die Kyburger im Studium überdurchschnittlich reüssieren, verdient eine Leistung hier besondere Erwähnung: Neben der Leitung der Verbindung und unermüdlichem, geduldigem Einsatz für Wohl und Wehe des rosa Haufens ist es dem hohen Ferienkommissär gelungen, die Früchte seiner Arbeit in einem der renommiertesten Fachmagazine der Naturwissenschaften zu publizieren [1] – als Erstautor, wohlgemerkt. Herzlichen Glückwunsch, lieber Atom – wir sind stolz auf Dich!

Beim allwöchentlichen Ferienstamm (donnerstags, ab 19:00 in der Linde) bereitet sich die Verbindung polysportiv auf das dreitätige Fest vor, bevor der hohe Ferienkommissär das rosa Zepter schließlich an den Burggrafen des. des Herbstsemesters, Nico Maria Maurer v/o Sinus, übergibt, der mit seinem engagierten Team bereits ein tolles Programm vorbereitet hat.

Wir wünschen allen Kyburgern eine erfolgreiche Prüfungssession, schöne Sommerferien und ein rauschendes Zentralfest!

Tapfer und Treu!

Zum ersten September 2019 schreibt die Stiftung Studentenwohnungen AKV Kyburger neue Zimmerplätze aus. Interessenten melden sich unter kontakt@studizimmer.ch oder informieren sich auf der Website www.studizimmer.ch

Während die Aktivitas der Verbindung der schönsten Männer Zürichs sich in der Karwoche auf die heiligen Ostertage vorbereitet, wollen wir kurz die Verschnaufpause nutzen, um die zwischenzeitlichen Anlässe Revue passieren zu lassen.
Ein neues Jahr, ein neues Konzept: Das zentralistische Genie des Gesamtvereins ließ dieses Jahr, um unserer flammenden Begeisterung für den Schw.St.V ein wenig Rechnung zu tragen, nicht nur die Platzfuchsen, sondern alle Fuchsen der Region Nord um die Häuser der Limmatstadt ziehen, um sich an den Iden des März in farbenbrüderlich-sportlichem Wettbewerb in den unterschiedlichsten Disziplinen zu messen. So besuchten uns nicht nur die Blöcklerfreunde aus Basel, sondern auch unsere Patenverbindung aus Winterthur, um eines schönen Freitags die Linde in allen nur erdenklichen Rottönen schillern zu lassen. Des Siegens fast schon überdrüssig konnte auch unser Knappenmeyster ein winning bigly am Stamm verkünden, als er mit seinem Heldenteam einen stolzen dritten Platz erreichte. Gratulamur!
Wenn sich 1,3*10^9 Katholiken weltweit in den nächsten Tagen auf ihre Beichte vorbereiten, sind zwei unserer jüngsten Mitglieder, der Walliser Zenklusen iv/o Cosinus und der Schwyzer Schnyder iv/o Antikotz diesen einen Schritt voraus, haben sie ihre Beichte doch bereits einige Wochen hinter sich und warten frohen Mutes auf die kommende Taufe, anlässlich welcher sie ihren richtigen Vulgo erhalten werden. Über den Verlauf der Beichte wird allerhand gemunkelt – doch selbstverständlich gilt auch hier das heilige Beichtgeheimnis, das allerhöchstens am Stamm nach Ankündigung einer zünftigen Fassspende zum nächsten Chlauskommers gelüftet wird.
An der diesjährigen GV/GC, dem Hochfest der altherrlichen Verwaltungsakte, erhielten nicht nur die zahlreichen Neofuxen Gelegenheit, sich den alten Herren vorzustellen und dabei den ersten Eindruck gründlich zu versemmeln; auch die Genossenschaft versammelte sich zu einer außerordentlichen Generalversammlung, um das Ergebnis der Statutenrevision zu diskutieren und schließlich auch zu verabschieden. Die geänderten Statuten sind auf der Website abrufbar – ein Dummkopf, wer sich dieses literarische Schmankerl entgehen lässt! – und ab sofort gültig.
Die Genossenschaft sollte nicht zur Ruhe kommen, fieberte sie doch schließlich gemeinsam mit ihrem Präsidenten der diesjährigen Einladung zum Feiertag des Zürcher Zunftwesens, dem Sechseläuten, entgegen, zu welchem Kälin v/o Chellä als Repräsentant der Hauseigentümer abermals geladen war. Gemeinsam mit einer schmucken Dreierdelegation bereicherte er die Schar der Gäste unserer liebgewonnenen Zunft zur Oberstrass. Parallel zum Böögg auf dem Sechseläutenplatz wurde auch, der Tradition gemäß, ein rosa Böögg in der Rheinfelder Bierhalle ausgelotet – die Details der Geschichte, wie immer, am Stamm.
Kaum hatte sich Zürich vom alljährlichen Trubel um die Zünfte und Zünfter (bezüglich der Zünfterinnen denken die noblen Herren der Stadt durchaus ähnlich vernünftig wie wir) beruhigt, brach eine motivierte Schar um den hohen Burggrafen Tribelhorn v/o Objektiv auf nach Winterthur, um der Turania den Gegenbesuch zur Fuxenrallye abzustatten, während einige Altherren ihr wohlverdientes Feierabendbier in der Linde in vollen Zügen genossen.
Den Genüssen nicht genug, frönten am Folgetag die Fuxen gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Block – in andächtiger Manier und der Fastenzeit gemäß, versteht sich – der Völlerei und konnten zu ihrer eigenen Überraschung auch ohne Altherren, die ihnen Welt und Komment erklären, und Extralokalen, die ihnen in unverständlichem Dialekt von vermeintlichen Heldentaten früherer Tage berichten, durchaus Spaß haben, bis schließlich die gewaltige Schar Kyburgerburschen beim Blockkommers dazustieß, um der rosa Fraktion den nötigen Nachdruck zu verleihen.
Von Palmen erschlagen, von Eseln getreten und vom Weihrauch berauscht werden sich, pünktlich nach den Osterferien, die Kyburger zur gewohnten Stunde in der Linde versammeln, um der Lebensfreundschaft zu huldigen. Ob es nun daran lag, dass sie zu viel am Weihrauchfass geschnüffelt haben oder ob die Ostereier mit einschlägigen Bakterienkulturen versetzt waren: Nach landläufigen Gerüchten werden sich am letzten Tag des Monats die Mitglieder einer AV Turicia bei uns einfinden, um eine Kreuzkneipe zu feiern.
Bis dahin wünschen wir allen Kyburgern, ihren Damen und Familien, ein frohes, gesegnetes Osterfest! Tapfer und Treu!

Durch den Winter wurden die Kyburger von ihrem hohen Ferienkomissär Maurer v/o Sinus geführt. Trotz der strammen Prüfungspläne konnten immer Kyburger den Weg zur Linde finden. Zudem wurde einen Ski-Wochenende in Januar organisiert, was sicherlich alle Teilnehmenden erlaubt hat, sich von der Prüfungsphase abzulenken.

Eine weitere frohe Nachricht erreichte uns aus der Stiftung: Anfang Jahr wurde eine neue Kyburgerwohnung bezogen und mit einer angemessenen Party eingeweiht. Drei von den aktuellen fünf Bewohnern sind Kyburger. Der hohe aktive Korpsbursche Maurer v/o Sinus als Hausverantwortlicher sowie die neuen Fuxen Hidber v/o Spott und Marock v/o Souverän sind mit eingezogen. Nochmals möchten wir uns ganz herzlich bei der Stiftung Kyburgerhaus, den Stiftungsräten und engagierten Altherren bedanken, die uns und unserem Nachwuchs diese günstige und tollen Wohnräume in der „Heureka!“-WG ermöglichen und damit einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Nachwuchswerbung leisten! Gratias vobis agimus !

Nach wohlverdienten, wenn auch kurzen, Winterferien durften wir das Semester am 19. Februar mit der Eröffnungsmesse, zelebriert von Mentor, und dem Eröffnungs-BC/AC starten. Der hohe Burggraf Tribelhorn v/o Objektiv sowie der hohe Schatzmeyster Wittwer v/o Goliat, der hohe Kantzler Mauri v/o Sold und der hohe Knappenmeyster Pfeifhofer v/o Geminus übernahmen die Amtsgeschäfte vom hohen Ferienkomissär Maurer v/o Sinus und bedanken sich für seine grossartige Arbeit im vergangenen Feriensemester.

Am 27. Februar fand die Blockfackel mit der AKV Alemannia und der AV Turicia im Turicerkeller statt.Dies war ein fröhliches Fest, das auch viel Raum für spannende Diskussionen liess.
Am Folgetag durften wir eine grosse Zahl Kyburger in der Linde begrüssen und verbrachten einen heiteren, geselligen Abend im Rahmen des Altherrenstamms.

Im März werden drei wichtige Anlässe, die Kyburger in die Linde locken: Die Platzfuxenrallye, die am 15.03. stattfinden wird, unser monatlicher Altherrenstamm, der am 28.03. ab 18.00 Uhr in der Linde stattfinden wird sowie der jährliche GV/GC, der am 30.03.2019 während des Nachmittags stattfinden wird.

Das Frühlingssemester hat also gut angefangen und alle sind herzlich eingeladen, unseren Stamm zu besuchen. Dieser findet wie gewohnt dienstags und mittwochs ab 20.00 Uhr sowie donnerstags ab 18.00 Uhr statt.

Zuletzt wurde der Stall in den letzten paar Wochen sogar noch grösser, indem sich Zenklusen iv/o Cosinus und Schnyder iv/o Antikotz entschieden haben, Kyburger zu werden. Wir gratulieren beiden Herren ganz herzlich für ihre reife Entscheidung und wünschen ihnen viel Spass und Freude am Stammleben.

Der diesjährige Chlauskommers soll uns noch lange in Erinnerung bleiben. Der Tag fing kurz nach Mittag höchst erfreulich mit der Ankunft unserer österreichischen Bundesbrüder, den Vindelikern, an. Während eine Willkommensdelegation der Kyburger unsere Gäste auf althergebrachte Weise durch Zürich führte, war die restliche Aktivitas fleißig mit den Vorbereitungen des Anlasses beschäftigt. Gegen Abend durften wir dann weitere Couleurfreunde aus nah und fern für ein gemeinsames Nachtessen begrüßen.
Der Kommers fing pünktlich zur Stunde um 19:30 Uhr an. Neben den drei schönsten Männern, die Zürich an jenem Abend zu bieten hatte und die eigens zu diesem Anlass in festliches rosarot gekleidet waren, erwiesen uns, ebenfalls in adrettem Farbensemble, sowohl die Vindelicia unter Koller v/o Vash als auch die Abbatia Wilensis unter Jakob v/o Takara die Ehre und chargieren anlässlich des fünften feierlichen Chlauskommerses an unserer Seite.
Mit Verabschiedung aus dem Stall durch den vom hohen Knappenmeyster Ringeisen v/o C++ starteten wir mit der Promotion zum Burschentum von unseren Scheißfuxen Maurer v/o Sinus und Mauri v/o Sold. Danach durfte der hohe Altherr Niederberger v/o Kampf mit einer feurigen Rede uns und unsere inneren Prinzessinen belehren, was es heißt, Kyburgerbursche zu sein. Angemessen beeindruckt von den ernsten und eindringlichen Worten des Altherren und beglückt von ihrem vorerst letzten Zweifachen knieten die beiden nieder und wurden vom Burggrafen in den Burschenstand erhoben.
Nachdem sie durch die Corona die angemessenen Glückwünsche und Ehrbezeugungen erhalten hatten, begann der heitere Teil des Abends: Geschenke. Hierbei wurden wir von unserer lieben Patenverbindung aus Innsbruck gleich dreifach beschenkt. Als Zeichen der innigen Freundschaft zwischen unseren Verbindungen überreichten wir uns gegenseitig ein zweifarbiges Rapier für gemeinsame Anlässe. Damit nicht genug überreichten uns die Vindeliker auch noch eine Sammlung echter Vindelikerkarten für das ein oder andere feuchtfröhliche Spiel am Stamm – und beschenkten uns mit einer fabelhaften Rede eines echten Chlauskommers-Veteranen. Mit Charme, Witz und auf allerhöchstem Niveau unterhielt uns Valentin Umlauft v/o Pink Floyd mit einer Würdigung der gemeinsamen Freundschaft, der jeweiligen Verdienste unserer beider Heimatländer und des intensiven Austauschs, den wir so gerne pflegen.
Das Hochfest der couleurstudentischen Lyrik wurde fortgesetzt bei der Zelebration des Chlaus, der ohne Rücksicht auf Verluste und mit Verweis auf die mangelnden Kündigungsmöglichkeiten des Prinzips Lebensfreundschaft das Jahr aus der Sicht einiger ausgewählter Kyburger Revue passieren ließ. Vom Scheißfuxen bis hin zu den höchsten Würdenträgern der Altherrenschaft wurden Vertreter jeder Altersstufe in angemessener und würdiger Form auf ihre Stärken und Schwächen hingewiesen.
Zum Mitternachtsmahl gab es Hot Dogs, serviert von unseren fürsorglichen Fuxen, bevor die Linde langsam ihre Tore schloss. Eine festwütige Meute zog noch weiter ins Niederdorf, um den feierlichen Abend gediegen in den einschlägigen, wohlbekannten Etablissements ausklingen zu lassen, in denen das Personal einige Akteure in rosa fast ebensogut kennt wie in der Linde. Und so behalten wir den Höhepunkt dieses Semesters, ja einen der besten Chlauskommerse überhaupt, als rauschendes, nie enden wollendes Hochamt des Couleurstudententums in Erinnerung.
Nur zwei Wochen später versammelte sich die Kyburgerschar, dieses Mal in Begleitung der Damen, für die Weihnachtsfeier. Die heilige Messe wurde gelesen von unserem Uniseelsorger Franz-Xaver Hiestand SJ v/o Mentor und musikalisch umrahmt von unserem Gemsch v/o Tenno an der Orgel sowie Katharina Wälchli (Frau Echo) am Cello, welche gemeinsam mit ihrem Celloquartett auch bei der Weihnachtsfeier für den festlichen Rahmen sorgte.
Nach einem Apero im Restaurant Belvoirpark und dem festlichen Viergänger ebendort gaben uns Festredner, Kanonikus, Offizial und Bischofsvikar Msgr. Dr. Dr. Joseph Bonnemain aus Chur sowie Altherrenpräsident Schmid v/o Woo-Doo einige Impulse mit auf dem Weg, wie wir die Weihnachtszeit ein wenig bewusster als sonst begehen können. Auch dieser Anlass klang für einige Kyburger noch im vertrauten Rahmen des Niederdorfs aus.
Ein letztes Mal treffen sich die Kyburger in diesem Jahr am morgigen Donnerstag, dem 20. Dezember 2018 zum Altherrenstamm in der Linde.
Und so wünschen wir allen Kyburgern, Freunden und Verwandten von Herzen eine fröhliche, gesegnete Weihnacht und alles Gute auch im neuen Jahr.
Tapfer und Treu!
Colin Gross v/o Still und Felix Kuhn v/o Gandhi

Um allen verlorenen und orientierungslosen Schafen die Orientierung zurück zur Herde zu erleichtern, wiederholen wir an dieser Stelle kurz das Wichtigste zum Chlauskommers:

Ab Mittag ziehen einige Kyburger mit den Gästen aus nah und fern durch die Stadt, um mit ihrem geliebten Zürich ein wenig anzugeben.

Ab 18.00 st wird das Essen ausgeteilt. Ganz gleich, ob das vorbestellte Menu oder etwas anderes aus der Lindenküche genossen werden soll: Spätestens jetzt sollte sich der Kommersbesucher noch für die kommenden Stunden mit einer ordentlichen Mahlzeit stärken.

Um 19.30 st beginnt mit dem ersten Schlag der fünfte, festliche Chlauskommers im Zunftsaal. Wer nach 19.00 dort eintrifft, ist zu spät (tatsächlich!) und herzlich zu einer „freiwilligen“ Fassspende aufgerufen.

Nach Ende des Kommerses zieht der feierwütige Teil der Gäste weiter ins Niederdorf, um im Nachtflug und weiteren wohlbekannten Etablissements den Abend zünftig ausklingen zu lassen.