Kyburger sind katholisch! Und so wurde, in alter Tradition, das Semester unter der Ägide des neuen rosafarbenen Messias Wittwer v/o Goliat im aki eingeläutet, wo uns Hochschulseelsorger P. Franz-Xaver Hiestand SJ v/o Mentor auf den wichtigen Ausgleich zum stressigen Studentenalltag hinwies: Zeiten der inneren Einkehr, die sich, wenn man den Gedanken weiterspinnt, nicht nur am Stamm, sondern auch in der Hochschulmesse am Sonntagabend, einem Moment der stillen, persönlichen Einkehr oder beim Verweilen im aki-Garten finden können.

Kyburger sind reflektiert! Und so meditierten, gleich im Anschluss an die Eröffnungsmesse und noch vom Feuer der Predigt beflügelt, die anwesenden Aktiven eines der schwierigen theologischen Themen des Katechismus: Die Todsünde. Genauer: Die Völlerei. In der Rheinfelder Bierhalle, nur wenige Schritte von der Kapelle entfernt, genoss die rosa Schar das berühmte Cordon Bleue, um im Anschluss weiter durch das Niederdorf zu ziehen und im Geiste all die sündigen Gestalten, die man dort antreffen konnte, auf ihre Tugendhaftigkeit zu prüfen.

Kyburger sind überdurchschnittlich! – Eigentlich. Der BC/AC zum Semesterbeginn konnte dieses Mal nicht durch eine über-, sondern vielmehr durch eine unterdurchschnittliche Länge begeistern. Dank der brillanten Vorbereitung unseres heldenhaften Anführers war so noch mehr als genug Zeit, um die Diskussion der ernsten Geschäfte der Verbindung dorthin zu verlegen, wo sie hingehört: An den Stammtisch unserer geliebten Linde.
„Weil uns’re Weisheit Einfalt ist“ sang König Heinrich im Lohengrin. Unser hühnenhafter Kyburgerkönig aus dem Aargau hat auf seinem großen Stuhl diese Erkenntnis wohl für sich behalten, als ihm anlässlich des Februar-Altherrenstamms wenige Tage später die älteren (euphem.: greisen) Semester die Ehre erwiesen und ihn anlässlich seiner Amtsübernahme in die Geheimnisse der guten, einzig wahren, richtigen Verbindungsführung einwiehen.

Kyburger win. BIGLY! Allen Unkenrufen zum Trotz gelang es der stolzen Gruppe Kyburger, die sich zur Blockfackel nach Freiburg wagte, die Staffette gegen die AKV Alemannia zu gewinnen. Im Freudentaumel ging es sodann zurück nach Zürich, wo bereits die nächste Woche mit gut besuchten Stämmen auf die Gewinnertruppe aus Freiburg wartet: Im Rausch der Sieger stellen sich die rosa Jünglinge, gestützt von jahrelanger Erfahrung ihres Knappenmeysters, den Herausforderern der Platzverbindungen, wenn sie die Bestenlisten der Fuxenrallye stürmen, bei der Cantusprobe erhalten diejenigen unter ihnen, die dem Stimmbruch bereits entwachsen sind, die Gelegenheit, darüber hinaus noch ihre Heldentenor- oder Brummelbass-Qualitäten unter Beweis zu stellen.

Kyburger sind fromm! So gönnen sie sich, ganz im Sinne der Predigt zur Semestereröffnung, eine weitere Auszeit vom stressigen Dasein des modernen Studenten und beten in der Woche darauf einen studentischen Rosenkranz im Kreis 4. Um der Intimität des Gebets gerecht zu werden, bleiben die Kyburger hierbei zunächst einmal unter sich.

Der Hohe Burggraf wird in diesem Semester von einigen erfahrenen Aposteln begleitet: Ringeisen v/o C++ kümmert sich mit double-precision um die Finanzen der Verbindung, Hasler v/o Lift kümmert sich mit ostschweizerischer Sprachgewalt um Korrespondenz und Publikationen der Verbindung und Frei v/o Atom komplettiert ganz nebenbei seine Chargensammlung, indem er sich liebevoll um den Nachwuchs der Verbindung kümmert.
Ihnen allen danken wir nicht nur für ihr Engagement, sondern wünschen ihnen im Sinne der Verbindung eine gute Hand und viel Gelingen für das kommende Semester.

Tapfer und Treu!