AKV Kyburger Zürich - Studentenverbindung an der ETH und Universität Zürich - seit 1912!
 

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14.02.2010
Dom

(Johann Baptist) Emil Rusch v/o Schi
Dr. iur., Zürich

18.02.1919 - 20.09.2009

Ein bedeutender St.Ver hat uns verlassen. Am 28. September haben die Angehörigen, Freundinnen und Freunde, viele Kyburger und St.Ver im Friedhof Nordheim, Zürich, unter geistlicher Begleitung von OSB-Pater Strässle v/o Notker schlicht, besinnlich-trauernd von Schi Abschied genommen.

Geboren ist Schi in Schwende (AI). Sein Vater war Direktor in Wiessbad, sein Grossvater war der bekannte J.B.E. Rusch, Landammann und Ständerat. 12jährig kam Schi ins Kollegium "Stella Matutina" nach Feldkirch, nach zwei Jahren ins "St. Antonius" nach Appenzell und später ins Kollegium "Maria Hilf" in Schwyz. Dort wurde er Mitglied der Suitia, und er beendete die Mittelschule mit der Literaturmatura Typ. A.

Im Wintersemester 38/39 immatrikulierte sich Schi an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Im gleichen Semester "fand er Einlass" bei der akademischen Verbindung Kyburger. Trotz Aktivdienst, Verbindungschargen, Vice-CP 43/44, schaffte er den Studienabschluss, Dissertation und Anwaltspatent mit "Komitat" am 26. Januar 1946. Gleich trat er seine erste Stelle als Advokat bei Dr. Petrig in Brig an. Dort lernte er Klara Heldner kennen. Sie heirateten am 12. November 1949 im Gasthaus "Passhöhe" auf der Schwägalp, das seine Eltern 1934 erbaut hatten und seither betrieben.

951 übernahm Schi die Anwaltspraxis von Carl Papst v/o Pipin in Zürich und blieb ein "trauer Appenzeller". Eine Tochter und zwei Söhne erfreuten die Eltern.

Als Anwalt wurde Schi sehr rasch bekannt und als Pflichtverteidiger von seinen Richterkollegen gefürchtet. 1980 trat sein Sohn Norbert v/o Haltig in die Gemeinschaftspraxis, etwas später auch die Schwiegertochter Maya. Erst mit 84 Lebensjahren zog sich Schi vollständig aus dem Berufsleben zurück.

Bei uns Kyburgern war Schi von 1954-68 aktiv tätig im Vorstand unseres AH-Verbands, davon neun Jahre als Präsident. Es waren die "stürmischen 60er" Jahre der Auseinandersetzungen, auch für die Coleurstudenten. Durchs Schis voles Engagement schafften wir mit ausserordentlicher Veranstaltungen - Workshops und offenen Vorstandssitzungen - unsere alten Statuten und Komments-Rechtsordnungen neu zu formulieren und in Kraft zu setzen.

An diese Zeit des Präsidiums von Schi und seinen Mitwirkenden im Vorstand erinnern weitere bis heute geschätzte Verbindungsanlässe wie der Auffahrtsbummel mit Familienbeteiligung, die jährlich offeene Vorstandssitzung und die nicht mehr wegzudenkenden Reisen zum Schloss Pergine.

Unvergessen bleibt die Organisation und Abwicklung des 100. Kyburger-Semesters im Winter 1962 und die Jubiläums-Reise an den Rhein. Schi, du warst auch später immer dabei. Wir danken.

Rainer Schmid v/o Dom


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